Was im Jahr 2009 mit Interpretationen von Werken des brasilianischen Komponisten Celso Machado begann, ist mittlerweile zu einer eigenen Kunstform gereift. „Guitarra Nueva“ nennen die vier Ausnahmemusiker diese Spielart, die mit vielen tradierten Regeln der Konzertgitarre bricht und durch den experimentellen Einsatz neuer Spieltechniken völlig neue Klangdimensionen eröffnet. Im Ergebnis tragen die „Machados“ damit die Mauern zwischen Klassik, Jazz und Pop Stein für Stein ab und erzielen eine für Gitarrenensembles ungewöhnlich hohe Dynamik.







Die Finger tanzen wie Derwische über das Griffbrett, ein Jazzbesen touchiert den Korpus, ein Plektron streichelt die E-Saite im Pianissimo, und wo sitzt der Schlagzeuger? Eindeutig: an der Gitarre.



Tangos von Astor Piazzolla, Höfisches von Georg Philipp Telemann, feuriger Flamenco und zeitgenössischer Jazz klingen auf der neuen Machado-CD „tickin’“ wie aus einem Guss und erreichen eine atmosphärische Dichte, die mitunter an die expressiven Phasen von Tom Waits erinnert. Kaum ein Stück stammt aus der originären Gitarrenliteratur - stattdessen wurden Werke der sinfonischen Orchester- und Kammermusik für vier Gitarren transkribiert und sind zum ersten Mal in dieser Instrumentierung hörbar. Abgerundet wird das breite Spektrum von den zwei Eigenkompositionen „tickin’“ und „Insomnia“ aus der Feder von Bernhard Prüflinger.







Die Umarmung von Klassik, Tango und Jazz, die mehr als jeder Jungbrunnen wirkt: Die Geburt eines neuen strahlenden Sterns am Gitarrenhimmel. Münchner Merkur






Einen direkten Zeitsprung zwischen Alter Musik und Moderne vollzieht Ingo Veit. Der Fachmann für Historische Aufführungspraxis spielt selbst Laute und Vihuela, widmet sich jedoch in seinem Schaffen zunehmend der zeitgenössischen, experimentellen Musik.


Der vielfach preisgekrönte Gitarrist Perry Schack eroberte mit seinem virtuosen Gitarrenspiel bereits die größten Konzertsäle der Welt wie die Townhall von Wellington oder die Carnegie Hall in New York. 2003 erhielt Schack den Kulturförderpreis der Stadt München.


Bernhard Prüflinger, ehemals Rockmusiker und Songwriter, zeichnet für die außergewöhnlichen Arrangements und Eigenkompositionen verantwortlich. Mit seiner unkonventionellen Herangehensweise eröffnet er dem Machado Quartett einen neuen Klang-Kosmos der Gitarre.


In der klassischen Musik beheimatet ist Stefanie Kobras, die neben ihrer eigenen Musiker-Karriere auch die Nachwuchsförderung im Blick hat: Seit vielen Jahren organisiert sie internationale Gitarrenfestivals und Wettbewerbe.